Vor und nach einem operativen Eingriff

Nach einer Zahnentfernung

Beachten Sie bitte die folgenden Verhaltensregeln:

Essen

Essen Sie erst wieder, wenn das volle Gefühl an der betäubten Stelle wiedergekehrt ist. Sie dürfen normale Kost zu sich nehmen. Schonen Sie aber beim Kauen die Wunde.

Bitte heute noch nicht rauchen und keinen Alkohol trinken.

Schmerzen

Schmerzen im Wundgebiet nach dem Abklingen der Spritzenwirkung sind möglich. Sie können notfalls Schmerztabletten einnehmen. Treten allerdings starke Schmerzen erst nach 1 bis 3 Tagen auf, so müssen Sie sich sofort zur Nachbehandlung melden.

Spülen

Häufiges Spülen und Saugen an der Wunde schadet. Spülen Sie zunächst nur nach den Mahlzeiten mit einem oder zwei Schluck abgekochtem Wasser. Sie können Salz oder Kamillenlösung hinzufügen.

Zähneputzen

Zahnpflege sorgfältig weiter durchführen. Den unmittelbaren Wundbereich jedoch vorsichtig reinigen, und die Wunde möglichst nicht berühren.

Nachblutung

Sollte wider Erwarten eine Nachblutung auftreten, so legen Sie eine Mullbinde, notfalls ein frisches Zellstoff - oder Stofftaschentuch auf die Wunde und beißen Sie so zu, dass der Stoff auf die Wunde gedrückt wird.

Sie sollten sich nicht hinlegen, sondern sitzen. Wenn die Blutung nach 1- bis 2 Stunden nicht zum Stehen gekommen ist, setzen Sie sich mit der Praxis bzw. dem aus der Tageszeitung ersichtlichen Not- oder Sonntagsdienst in Verbindung. In keinem Falle spülen oder fortgesetzt ausspucken!

Schwellung

Bei Schwellungen innerhalb der ersten 48 Stunden keine Wärme anwenden.

Kühlen Sie das Wundgebiet 2 bis 3 Stunden lang. Nach 15 Minuten Kälteeinwirkung 5 Minuten aussetzen, dann erneut Kälte zuführen.

Legen Sie am besten im Wundbereich ein Kühlkissen auf die Wange; ebenso gut sind zerstoßene Eiswürfel, in einen Plastikbeutel gefüllt oder in eine Wärmflasche. Zwischen Kühlkissen und Wange ein feuchtes Tuch legen.

Bei später auftretenden Schwellungen melden Sie sich bitte zur Nachbehandlung.

Autofahren

Bedenken Sie, dass Ihre Fahrtüchtigkeit herabgesetzt sein kann, insbesondere wenn Sie zusätzlich Medikamente eingenommen haben.

Tupfer

Wurde ein Tupfer auf die frische Wunde gelegt, müssen Sie ihn durch Aufbeißen festhalten und nach einer Stunde ausspucken.

 

Liebe Patientinnen und Patienten, in den nächsten Tagen steht ein operativer Eingriff bei Ihnen an.

Hier erklären wir Ihnen, was Sie vor und nach der Operation beachten sollten.

Vor dem operativen Eingriff

1. Haben Sie uns alle Arzneimittel genannt, die Sie momentan bzw. dauerhaft einnehmen?

2.Vermeiden Sie im Vorfeld die Einnahme von Naturheilmitteln, um etwaigen Schwellungen nach der OP vorzubeugen! Sie können unter Umständen Nachblutungen hervorrufen.

3. Vermeiden Sie Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure (ASS) enthalten: Das Blut wird dünnflüssiger und es kommt daher leichter zu Nachblutungen.

Nach dem operativen Eingriff

Bis zwei Tage nach der OP:

1. Treiben Sie keinen Sport, gehen Sie nicht in die Sauna.

2. Dasselbe gilt für den Genuss von Kaffee und Alkohol (vor allem für Schnaps, Sekt, Wein).

3. Fruchtsäfte, kohlensäurehaltige - oder heiße Getränke können den Heilungsprozess stören. Greifen Sie zu Alternativen wie stillem Wasser oder gekühltem Tee.

4. Bei Schwellungen: Bis rund drei Stunden nach dem Eingriff können Sie die Schwellung von außen kühlen. Seien Sie dabei vorsichtig, denn durch die Betäubung könnte es passieren, dass Sie eine Unterkühlung nicht bemerken. Achten Sie daher darauf, dass Sie abwechselnd ein paar Augenblicke kühlen und ein paar Augenblicke pausieren.

5. Führen Sie Ihre tägliche Mundhygiene wie gewohnt fort. Das beugt eventuellen Ansteckungen vor. Ist das nicht möglich, empfehlen wir Ihnen eine geeignete Mundspüllösung, die alternativ genutzt werden kann, bis Sie Ihre Zähne wieder putzen können.

Ab dem dritten Tag nach der OP:

6. Haben sich keine Nachblutungen eingestellt, können Sie die Stelle mit feucht-kalten Umschlägen kühlen.

7. Sie können Ihren Mund nicht wie gewohnt öffnen und schließen? Das ist nach einem operativen Eingriff eine normale Nebenerscheinung und sollte Sie nicht beunruhigen.

8. Haben Sie starke Nachblutungen, rufen Sie uns an und kommen Sie in unsere Praxis. Haben Sie die Stelle erwärmt, stellen Sie dies bitte ein. Wir ergreifen geeignete Maßnahmen.

9. Um den vierten Tag herum bitten wir Sie in unsere Praxis, um die Wundeinlage auszutauschen.

10. In manchen Fällen zeichnen sich Wundinfektionen erst ab dem vierten Tag nach der OP ab. Häufig gehen sie mit einem pochenden, starken Schmerz einher. Kommen Sie sofort in unsere Praxis. Wir säubern die Wunde vorsichtig und wechseln die Wundeinlage.

11. Nach rund acht bis zehn Tagen entnehmen wir die Operationsfäden.

 Allgemein gilt:

1. Starke Nachblutungen und Wundinfektionen, die sich durch Pochen und heftige Schmerzen bemerkbar machen, sind zwar die Ausnahme. Sollten sie aber dennoch auftreten, rufen Sie uns oder den zahnärztlichen Notdienst an. Wir leiten umgehend die geeigneten Behandlungen ein.

2. Der Erfolg und die Beschwerden nach dem operativen Eingriff hängen auch von Ihrem Verhalten ab. Schwellungen oder ein geschränkte Bewegungsfreiheit im Mundbereich sind normal, können aber oftmals rascher zurückgehen, wenn Sie unsere Tipps beherzigen.

3. Gehen Sie gelassen in die Operation und denken Sie nicht zu sehr an mögliche Begleiterscheinungen.

Wir wünschen Ihnen gute Besserung!